Berichte:


02.03.2026 - Ich kam aus dem Elend und lernte zu leben

Am 2. März 2026 fand eine gemeinsame Veranstaltung der LFV Eicklingen und Bockelskamp mit gut 80 Teilnehmern im Gasthaus Schumacher statt. Thema des Abends: „Ich kam aus dem Elend und lernte zu leben“ mit Philip Oprong Spenner.

 

Nach der Begrüßung durch Anja Schepelmann hielten wir eine Gedenkminute für unsere Verstorbene Enne Sander.

 

Im Anschluss hieß auch Katrin Scheller vom LFV Bockelskamp alle herzlich willkommen und stellte sich, Frauke Manthey und Susanne Giesselmann vor, die seit kurzem das neue dreiköpfige , gleichberechtigte Team bilden, das den Verein weiterführen wird.

 

Alles Gute dafür!

 

Nach dem leckeren Essen begann Philip O. Spenner mit seiner berührenden Lebensgeschichte. Er gelangt mit ungefähr eineinhalb Jahren als Vollwaise zu einer Tante in ein kleines Dorf in Kenia nahe der Grenze zu Uganda. Sein Leben dort ist geprägt von Ablehnung, Pflichten, Prügelstrafen, Demütigung und Hunger. Trotzdem ist er ihr für eine Sache unendlich dankbar: Sie hat ihm das Lesen beigebracht ! Einziges Buch war die Bibel. Philip liebt die Geschichten von David und Goliath und Josef. Er identifiziert sich mit ihnen als kleiner Kämpfer mit großem Herzen und schöpft Kraft und Hoffnung aus der Bibel. So entwickelt er auch einen christlichen Glauben, der ihm Kompass für sein Leben sein wird.

 

Für kurze Zeit darf er die Schule besuchen, wo er Selbstbewusstsein und Anerkennung findet. Leider kann die Tante den Unterricht nicht lange bezahlen und will Philip angeblich einer Hilfsorganisation in Nairobi übergeben. Doch sie lässt ihn allein. Der Zehnjährige gehört nun zu den ca. 750000 Straßenkindern in Ostafrika. Sie sind ständig auf der Suche nach Essbarem auf Müllkippen, betteln oder stehlen. Aber das ist sehr gefährlich. Sie haben kein Zuhause und nachts knabbern die Ratten ihre Füße an. Irgendwann wird er von der Polizei gefasst, kommt ins Gefängnis und schließlich ins Waisenhaus.

 

Er darf nicht in die Schule gehen, weil er zu einer ethnischen Unterschicht gehört und muss im Haushalt arbeiten. Seine Rettung wird Mary, eine junge Irin, die ihr FSJ in dem Heim absolviert. Sie setzt sich dafür ein, dass er den Unterricht besuchen darf. Mit Marys Unterstützung und der erlangten Bildung verändert sich sein Leben. Er wird Klassenbester und später landesweit bester Schulabsolvent. Inzwischen hat er den Arzt Robert Spenner kennengelernt, der ihn adoptiert und nach Hamburg holt. Hier lernt er eine neue Welt und ein neues Leben kennen. Heute ist Philip selbst Lehrer an einer Gesamtschule und hat“ Kanduyi Children e.V.“ gegründet, um den Straßenkindern in Kenia zu helfen. Bildung ist für ihn der nachhaltigste Weg dem Elend zu entkommen.

 

Philip bekam für seinen nachdenklich stimmenden viel Applaus und neben seinem Geschenk auch einen gut gefüllten Spendenkorb.

„Mambo sawa sawa!“ (Alles wird gut, trotz allem).

 

Text und Fotos: Stephanie Köneke


07.02.2026 - Jahreshauptversammlung

Am Samstag, den 7.2.2026 fand unsere Jahreshauptversammlung im Pröve Hof statt.

Weil beide Vorsitzenden leider nicht anwesend sein konnten, übernahm Heike Jürgens die Regie. Sie begrüßte alle herzlich, stellte die Beschlussfähigkeit fest und verlas das Protokoll der letzten JHV. Nach dessen Genehmigung wurden auch alle weiteren Tagesordnungspunkte schnell abgearbeitet. Es gab nichts zu beanstanden und der gesamte Vorstand wurde einstimmig entlastet. Zur neuen Kassenprüferin wurde Petra Böse gewählt, da Marina Pröve nach zweijähriger Tätigkeit ausscheidet.

 

Wir freuen uns über 5 neue Mitglieder. Von diesen waren Anja Manns, Ilse-Dore Schumeier und Silke Laatz anwesend und wurden herzlich mit Rose und Willkommensbrief begrüßt.

 

Um kurz nach 10 Uhr war die JHV beendet und wir konnten ein leckeres Frühstück genießen. Im Anschluss hielt Kerstin Kucz , Krankenschwester vom AKH einen sehr informativen Vortrag über Klinikkoffer, Hausapotheke und Bagatellverletzungen.

Sie erklärte uns, dass neben Kleidung, ein aktueller Medikamentenplan, Lesebrille und Hörgerät mit Ersatzbatterien unbedingt im Klinikkoffer sein sollten. Wichtig für Diabetiker ist der Insulinpen, da es so viele Typen gibt. Auch festes Schuhwerk darf nicht fehlen, damit die Patienten schnell aufstehen können. Um sich ein bisschen heimisch zu fühlen darf gerne auch ein Lieblingsparfüm/ Aftershave oder eine Creme dabei sein.

In der Hausapotheke sollten neben den regelmäßig genommen Medikamenten, Schmerzmittel und Präparate zur Wundversorgung sein. Wichtig ist es halbjährlich die Verfallsdaten zu kontrollieren. Neben normalen Pflastern sind Aquapflaster sehr empfehlenswert, da sie nicht nur vor Keimen schützen, sondern auch vor Wasser.

 

Bagatellverletzungen sind alle Verletzungen, bei denen die oberste Schicht unserer drei Hautschichten abgefräst wird. Fehlt der „Deckel“ werden die Nervenzellen der 2. Schicht gereizt und wir haben brennende Schmerzen. Durch ein Pflaster beruhigt sich der Schmerz und ein Eindringen von Keimen aus der Luft in die Wunde wird verhindert. Alle Wunden sollten mit gewaschenen Händen gereinigt und desinfiziert werden. Hier ist Octenisept ein hochwirksames ,wässriges Antiseptikum, dass neben Viren und Bakterien auch gegen Pilze wirkt , sehr empfehlenswert. Ebenso gut kann Polihexanid, ein Wundgel, benutzt werden, z. B. auf infizierten Stichen oder Nagelfalzen. Gaze nur einlagig verwenden und nässende Wunden, z.B. durch Wasser in den Beinen nicht luftdicht abkleben, sonst haben Bakterien bestes Wachstumsklima. Wir bedankten uns Bei Fr. Kucz für ihren kurzweiligen, lehrreichen Vortrag mit Applaus ,Blumen und einer Spende für die Klinikclowns.

Text und Fotos: Stephanie Köneke


12.01.2026 - Der gesunde Darm, die Wurzel aller Gesundheit

Krankheitsbedingt musste der Vortrag von Susanne Rohr aus Visselhövede leider abgesagt werden.

 

Nachdem wir kurzfristig einen Ersatzvortrag organisieren konnten, machte uns die Wetterlage einen Strich durch die Rechnung und wir haben die komplette Veranstaltung abgesagt.

 

Der "Darm-Vortrag" wird einen neuen Termin im Programm für 2026/27 bekommen. 

 

Text: Heike Jürgens